Geschichte

Die Geschichte der Ennester Pote reicht zurück bis in das 19. Jahrhundert. Hier einige Schlaglichter.

Im Jahr 1860 wird die erste „Lüchte“ (Vortragekreuz für die Osterprozession) der Ennester Pote in Auftrag gegeben. Um das Jahr 1870 herum gründen sich vier Osterfeuervereinigungen in Attendorn, die sich nach den vier alten Stadttoren, Poten, benennen. Es entstehen die Niederste-, die Wasser-, die Kölner- und die Ennester Pote.

 

 

 

1925 erteilt die Ennester Pote den Auftrag, eine neue „Lüchte“ herzustellen. Drei Jahre später, am 28. Juni 1928, wird bei der Sparkasse Attendorn ein Sparkonto der Pote eingerichtet. Die erste Einzahlung beläuft sich auf 30 Mark.

 

 

 

 

Im Jahr 1929 wird Wilhelm Viegener, genannt Krükelchen, Poskevatter der Ennester Pote. Er zählt 1930 mit zu den Gründern des Osterfeuervereins Attendorn e.V., der ein Jahr später in das Vereinsregister eingetragen wird.

1949 wird das Osterholz in der Ennester Pote erstmals mit Lastwagen zum Osterkopp gefahren. Ein Jahr später wird das Osterkreuz letztmalig von den Poskebrüdern auf den Schultern in die Pote getragen. 1960 baut Viktor Linne die vordere Karre zum Transport des Kreuzes, Karsamstag stirbt Ehrenposkevatter Wilhelm Viegener „Krükelchen“ auf dem Weg zum Koppe an einem Herzschlag. In den Jahren 1963 und 1972 muss die Feuerstelle auf dem Osterkopp auf dem Himmelsberg, die 1968 in das Grundbuch eingetragen wird, wegen des Baus eines Wohnhauses und der Stadthalle verlegt werden.

Langstroh ernten1982 wird das Osterkreuz erstmals mit Langstroh aus eigenem Anbau umwickelt. Die Roggenernte erfolgt traditionell per Hand mit Sensen. 1986 baut Hermann Plugge eine neue hintere Karre. Die Poskebrüder restaurieren den „Backes“ auf dem Hof Leowald in Bremge, wo die Ennester Pote 1988 am Pfingstmontag erstmals Brot backt.

Zum Mähen des Roggens für das Langstroh wird 2003 ein 40 Jahre alte Mähbinder auf dem Hof Böhne in Weschede gekauft, der im August des Jahres erstmals erfolgreich eingesetzt wird.

 

1991 wird der „Marsch der Ennester Pote“ komponiert und getextet. 1992 bauen die Poskebrüder unter Leitung von Hermann Plugge nach Plänen von Johannes Höffer von Februar bis Juli ihr Gerätehaus auf dem Osterkopp.

 

Im Lauf der Jahre wird der Sicherheit beim Kreuz schlagen, dessen Transport und dem Aufstellen, das weiterhin perPeter mit Helm Hand geschieht, immer größere Bedeutung zugemessen. 1993 werden Sturzhelme angeschafft, 2002 zwei neue Transportkarren.

 

 

 

 

Die Poskevätter

In all den Jahrzehnten standen der Ennester Pote folgende Poskevätter vor:

1929 – 1957: Wilhelm Viegener, genannt Krükelchen

 

 

 

 

 

1957 – 1979:  Alfred Stumpf

 

 

 

 

 

1979 – 1998:  Gerhard Höffer

 

 

 

 

 

seit 1998: Uwe Beul

 

 

 

 

 

Der aktuelle Vorstand

Poskevatter: Uwe Beul

Stellvertreter:  Peter Plugge

Kassierer: Wolfgang Höffer

Schriftführer: Karl-Josef Pingler

Beisitzer: Thomas Wacker und Georg Viegener

 

Ehrenmitglieder

Ehrenposkevatter: Gerhard Höffer

Ehrenposkebruder:  Manfred Höffer (Brackel)